Sicherheit • Aktualisiert am 16.08.2026

Telefonbetrug: Die 6 gefährlichsten Maschen & Schutz vor Schockanrufen

Enkeltrick, falsche Polizeibeamte, angebliche Lottogewinne und Schockanrufe. So erkennen Sie Betrüger am Telefon sofort und schützen sich und Ihre Familie.

Telefonbetrug richtet jedes Jahr Schäden in Millionenhöhe an. Betrügerbanden nutzen psychologischen Druck, Schockmomente und gefälschte Telefonnummern (Call-ID Spoofing), um an das Ersparte ihrer Opfer zu gelangen.

Die häufigsten Betrugsmaschen im Überblick

1. Der Enkeltrick / Schockanruf

Ein angeblicher Verwandter (Sohn, Tochter, Enkel) oder ein vermeintlicher Notar/Polizist ruft an und behauptet, es sei ein schwerer Verkehrsunfall passiert. Es müsse sofort eine Kaution oder Behandlungskosten in bar bezahlt werden.

2. Falsche Polizeibeamte

Auf dem Display erscheint sogar die Nummer 110 (über Call-ID Spoofing gefälscht!). Der angebliche Kommissar warnt davor, dass eine Einbrecherbande in der Nachbarschaft unterwegs sei und die Polizei Bargeld und Schmuck zur „sicheren Verwahrung“ abholen werde.

Wichtige Polizeiregel: Die echte Polizei ruft niemals unter der Notrufnummer 110 an und fordert niemals Bargeld oder Wertsachen zur Verwahrung an!

3. Angebliche Lottogewinne & Notargebühren

Dem Angerufenen wird ein hoher Geldgewinn versprochen. Vor der Auszahlung müssten jedoch Transport- oder Notarkosten via Gutscheinkarten (z. B. Google Play, Apple Gift Cards) oder Überweisung beglichen werden.

4. Falsche Microsoft- / Tech-Support-Mitarbeiter

Ein englisch- oder deutschsprachiger Anrufer behauptet, Ihr Computer sei von Viren befallen. Er fordert Sie auf, eine Fernwartungssoftware (z. B. AnyDesk, TeamViewer) zu installieren, um Ihr Online-Banking zu manipulieren.

Goldene Regeln zum Schutz vor Telefonbetrug

  • Lassen Sie sich niemals unter zeitlichen Druck setzen.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Abholer.
  • Legen Sie auf und wählen Sie die echte Nummer Ihrer Angehörigen oder die offizielle Nummer der örtlichen Polizeidienststelle selbst.
  • Sprechen Sie mit älteren Angehörigen und klären Sie diese über diese Maschen auf.

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