Telefonbetrug richtet jedes Jahr Schäden in Millionenhöhe an. Betrügerbanden nutzen psychologischen Druck, Schockmomente und gefälschte Telefonnummern (Call-ID Spoofing), um an das Ersparte ihrer Opfer zu gelangen.
Die häufigsten Betrugsmaschen im Überblick
1. Der Enkeltrick / Schockanruf
Ein angeblicher Verwandter (Sohn, Tochter, Enkel) oder ein vermeintlicher Notar/Polizist ruft an und behauptet, es sei ein schwerer Verkehrsunfall passiert. Es müsse sofort eine Kaution oder Behandlungskosten in bar bezahlt werden.
2. Falsche Polizeibeamte
Auf dem Display erscheint sogar die Nummer 110 (über Call-ID Spoofing gefälscht!). Der angebliche Kommissar warnt davor, dass eine Einbrecherbande in der Nachbarschaft unterwegs sei und die Polizei Bargeld und Schmuck zur „sicheren Verwahrung“ abholen werde.
3. Angebliche Lottogewinne & Notargebühren
Dem Angerufenen wird ein hoher Geldgewinn versprochen. Vor der Auszahlung müssten jedoch Transport- oder Notarkosten via Gutscheinkarten (z. B. Google Play, Apple Gift Cards) oder Überweisung beglichen werden.
4. Falsche Microsoft- / Tech-Support-Mitarbeiter
Ein englisch- oder deutschsprachiger Anrufer behauptet, Ihr Computer sei von Viren befallen. Er fordert Sie auf, eine Fernwartungssoftware (z. B. AnyDesk, TeamViewer) zu installieren, um Ihr Online-Banking zu manipulieren.
Goldene Regeln zum Schutz vor Telefonbetrug
- Lassen Sie sich niemals unter zeitlichen Druck setzen.
- Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Abholer.
- Legen Sie auf und wählen Sie die echte Nummer Ihrer Angehörigen oder die offizielle Nummer der örtlichen Polizeidienststelle selbst.
- Sprechen Sie mit älteren Angehörigen und klären Sie diese über diese Maschen auf.